// Ratgeber
Sextortion: Erpressung per E-Mail
Bei Sextortion behaupten Täter per E-Mail, Sie über die Webcam gefilmt zu haben, und fordern Geld in Kryptowährung. In aller Regel ist das ein Massen-Bluff ohne echtes Material.
Aktualisiert: 2026-06-19
Sofortmaßnahmen
- 1Nicht zahlen und nicht antworten — jede Reaktion bestätigt nur, dass die Adresse aktiv ist.
- 2Die E-Mail samt Header als Beweis sichern (Screenshot, Original aufbewahren).
- 3Wenn ein echtes Passwort von Ihnen genannt wird: stammt es meist aus einem alten Datenleck — Leak-Check machen und betroffene Passwörter ändern.
- 4Wichtige Konten mit Zwei-Faktor-Authentifizierung absichern.
- 5Verdächtige Mail melden ([email protected]); bei realer Bedrohung oder Minderjährigen Anzeige erstatten.
Was Sie nicht tun sollten
- Auf keinen Fall zahlen — Zahlung führt nur zu weiteren Forderungen.
- Keine Links oder Anhänge in der Mail öffnen.
- Nicht in Panik handeln — die Drohkulisse ist Teil der Masche.
Wann professionelle Hilfe sinnvoll ist
Wenn die E-Mail echte Daten von Ihnen enthält oder Sie unsicher sind, wie ernst die Lage ist, ordnen wir das Risiko ein, prüfen die Herkunft der Daten und nennen die nächsten Schritte — diskret.
Kontakt aufnehmenHäufige Fragen
- Die Mail nennt mein echtes Passwort — ist das gefährlich?
- Meist stammt es aus einem alten Datenleck, nicht aus einem Hack Ihres Geräts. Ändern Sie das Passwort überall, wo es noch genutzt wird, und aktivieren Sie 2FA.
- Haben die Täter wirklich Aufnahmen?
- In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle nicht — es sind Massen-Mails ohne echtes Material.
- Soll ich Anzeige erstatten?
- Ja, besonders bei konkreter Bedrohung oder wenn Minderjährige betroffen sind. Sichern Sie vorher die Beweise.